BUWETU LEBT

Der Schlüssel für die Zukunft der Kinder im Kongo

Bildung

Bildung bedeutet für die Kinder der DR Kongo einen Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft. Dennoch bleibt fast 7 Millionen Kindern zwischen 5 und 17 Jahren der Zugang zu Bildung verwehrt. Politische Instabilität und Naturkatastrophen haben die DR Kongo daran gehindert, eine allgemeine Grundbildung für Kinder zu verwirklichen. Darüber hinaus liegt es in der Verantwortung der Eltern, die Hauptkosten der direkten und indirekten Ausgaben, die bei der Unterstützung eines Kindes bei seiner Ausbildung entstehen, zu tragen.

Eine weitere Sorge ist die Qualität der Bildung, da es eine bedeutend geringere Anzahl an qualifizierten Lehrern gibt und die Zahl der Schulkinder, die abbrechen oder wiederholen, sehr hoch ist. Andere soziokulturelle Hindernisse und Schwachstellen – wie zum Beispiel Kinderarbeit, Kinderehe, Gesundheitszustand und frühe Schwangerschaft – beeinflussen die Chancen der Kinder, die Schule zu besuchen.

Diese Probleme betreffen auch unsere Berufsschule, und wir versuchen alles, was in unserer Macht steht, um den Jugendlichen eine gute Berufsausbildung zu gewährleisten.

Der Schlüssel für die Zukunft der Kinder im Kongo
Schüler der Berufsschule

Ein lang gehegter Traum wird wahr

Die Kinder im Landesinneren, in den Dörfern, haben keine Chance, einen Kindergarten zu besuchen, da es schlichtweg solche Einrichtungen nicht gibt. Doch gerade im Kleinkindalter werden Weichen für das ganze Leben gestellt. Es tut in der Seele weh, wenn die Kleinsten oft tagsüber alleine sind, da die Eltern auf dem Feld arbeiten. Wen wundert es, dass die Kinder im Dorf Kabuabua den ganzen Tag bei uns auf dem Gelände herumhängen und sich an kleinsten Zuwendungen erfreuen? Wen wundert es, wenn die Kinder aus Langeweile sich an unseren Früchten bedienen oder auch andere Sachen gebrauchen können und diese dann spurlos verschwinden?

Wir möchten auf die Bedürfnisse dieser Kinder eingehen und hegten schon lange den Traum eines Kindergartens. Dieses Schuljahr war es dann soweit. Wir beschlossen, einen Raum der Berufsschule als Kindergartenraum umzugestalten. Bunte Farbe an die Wände, traditionelle Kinderstühle wurden fabriziert, Kindergarten-Schürzchen genäht, Spiele gekauft, und dann kam der Schulbeginn. Wir hatten mit 30, höchstens 40 Kindern gerechnet. Es kam jedoch total anders. Unser Kindergarten umfasst 60–70 Kinder. Unglaublich, und mit welch einer Begeisterung sie dabei sind, beim Singen und Spielen, beim Tanzen, beim Zuhören. Erzieherin Helen hat alles im Griff, unterstützt wird sie von einer Helferin.

Dass wir weiterhin den Kindergarten nicht nur in einem Raum abhalten können, ist uns schnell klar geworden. Wir freuen uns deshalb riesig, dass Buwetu nun einen richtigen Kindergarten baut: Räume für die Kleinen, Mittleren und die Vorschüler, Platz zum Spielen – einfach super. Schön wäre es, wenn dieser Bau nächstes Jahr nach den großen Ferien eingeweiht werden kann.

Kinder sind unsere Zukunft, und jedes Kind braucht Liebe, Zuwendung und Bildung.

Krapfenzubereitung
Krapfenzubereitung
Spielstunde im Kindergarten
Brunnenbau in Kabuabua

Krapfenzubereitung und Verteilung

Im Kongo kommen viele Schüler ohne Frühstück in die Schule. Ein Frühstück ist aber wichtig, um körperlich und geistig fit zu sein, um so am Unterricht auch aktiv teilnehmen zu können und auch die Lehrinhalte zu verstehen. Deshalb sorgt BUWETU ab sofort dafür, dass alle Schulkinder ein Frühstück in der großen Pause bekommen. Auch diesen wichtigen Baustein für die gute Entwicklung der Kinder können wir mit Ihren Spenden realisieren. Es sind häufig die kleinen Ideen und deren Umsetzung, die einen großen Mehrwert für die Menschen vor Ort haben.

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